Schlittenfahren mit Hüttengenuss - Rodeln in Pfronten-Kappel

von Julian (Kommentare: 0)

Ein Wintertraumtag! Skifahren, Schneeschuhtour oder Rodeln? In den Allgäuer Alpen kann ein Winterwochenende definitiv nicht langweilig sein - eher hat man die Qual der Wahl. Vor allem scheint hier am Alpenrand oft die Sonne, wo anderswo Wolken den Himmel einheitlich grau färben.

Unseren Rodelsonntag verbringen wir am Hündeleskopf und laufen zur gleichnamigen Hütte. Start ist in Pfronten-Kappel am Wanderparkplatz beim Klettergarten (Informationen zur Rodelstrecke sind auch unter www.pfronten.de zu finden)

Die Lichtstimmungen sind einfach traumhaft. Die Sonne bricht durch die Bäume, von den Ästen rieseln Schneeflocken, die durch die Luft tanzen.

Wer es ganz gemütlich angeht, braucht eine Stunde bis zur Hündeleskopfhütte. Die Kinder entdecken so einiges links und rechts des Weges, wie z.B. wunderschöne kristalline Kunstwerke. Da kann man ruhig ein bisschen mehr Zeit einplanen.

Da muss einfach auch mal getestet werden, wie die Kristalle so schmecken...

Uff, an manchen Stellen geht es schon steiler bergauf, aber ein Päuschen - liegend oder die Aussicht genießend - ist immer drin.

Da liegt sie, die Hündeleskopfhütte. Ursprünglich wurde sie 1975 als Einkehrhütte für Skifahrer gebaut, als der damalige Liftbetrieb erweitert wurde. Die Lifte gibt es seit den 90er Jahres des letzten Jahrhunderts nicht mehr, dafür wurde die Hütte von der Gemeinde Pfronten durch einen Grundstückstausch erhalten.

Diese Lage auf 1180 Metern Höhe am Hang des Edelsbergs ist echt ein Traum! Von der Sonnenterrasse aus blicken die Gäste auf die Ammergauer Alpen mit dem markanten Kegel des Säulings, das Zugspitzmassiv und die Pfrontener Berge mit der höchstgelegenen Burgruine Deutschlands, dem Falkenstein.

Die Hüttenwirtin ist Silvia Beyer  - seit der Kindheit eine überzeugte Vegetarierin. Der Geruch von deftigem Schweinsbraten oder Hirschgulasch wird deshalb auch nicht durch die Hütte wabern. "Die traditionelle Allgäuer Küche hat doch schon von je her viel Vegetarisches zu bieten: Flädlesuppe, Kässpatzen, Krautkrapfen, Kaiserschmarrn", meint Silvia Beyer, "deshalb koche ich so, wie ich es mag, dann schmeckt es auch meinen Gästen.“

Im Ofenrohr brutzelt vegane Zucchini-Lasagne mit weißem Mandelmus. Auf dem Herd köchelt Alplinsensuppe. Zwei bis vier verschiedene Gerichte gibt es am Tag, dazu die Brotzeitkarte u.a. mit Schnittlauch- und Bergkäsebrot oder Vega-Schnitten mit selbstgemachten, veganem Aufstrich und Gemüsestreifen. Alles bio – bis zum Fair Trade-Kaffee oder Tee.

Innen und außen hat Silvia Beyer 'ihre' Hütte mit vielen kleinen Details verschönert, aber auch das 'Alte' erhalten.

Außerdem räumt die Wirtin mit ihrem Raupenquad den Weg vom Parkplatz bis zur Hütte frei und hält somit auch die Rodelbahn in Schuss. Nach einem ausgiebigen Sonnenbad...

...packen wir unsere Rodel und testen die Strecke.

Auf die Plätze fertig los!

An manchen Stellen muss man schon aufpassen, denn da geht es steil in die Kurven. Kleinere Kinder sollten nur mit einem Erwachsenen rodeln.

Und, wie lautet das Testurteil?

 Weiter Informationen zum Thema Rodeln sind hier zu finden: www.pfronten.de

Öffnungszeiten Hündeleskopfhütte:

„Immer, wenn die Fahne gehisst ist und die sieht man von vielen Plätzen im Tal“, meint Silvia Beyer.

Montag und Dienstag sind Ruhetage, mit Ausnahme von Feiertagen.

Mittwoch bis Sonntag von 11:00 bis 18:00 Uhr, mittwochs und donnerstags ist langer Hüttenabend bis 21:00 Uhr.

Hüttentelefon: 0160 - 9011 3431, www.huendeleskopfhuette.de

 

Text & Bilder: Ingrid Rösner

Text & Bilder sind urheberrechtlich geschützt.

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