Pfronten kürt 9. Bergwiesenkönigin: Hoch lebe Königin Kathi II.!

von Sarah (Kommentare: 1)

Die frisch gekrönte Pfrontener Bergwiesenkönigin 2016 Kathi II.

Wie es in der 13-Dörfergemeinde im Allgäu Tradition ist, wurde am Wochenende die 9. Pfrontener Bergwiesenkönigin gekürt. Beim Dorf- und Bergwiesenfest wurde Königin Kathi II. offiziell inthronisiert. Vorher war die Identität der neuen Regentin wie immer streng geheim, gewählt wird sie immer von Vertretern des Hotel- und Gaststättenverbandes, aus dem Einzelhandel, der Landwirtschaft, dem Tourismus und der Gemeinde. Auch heuer haben wieder alle dicht gehalten und so war die Verkündung der neuen Königin Kathi II. eine echte Überraschung!

 

Die Pfrontener Bergwiesenkönigin wird alle zwei Jahre gekürt und erfüllt dann ihre royalen Pflichten als Botschafterin des Bergwiesenortes Pfronten. Für Kathi II. gibt es in den nächsten zwei Jahren Termine zur Genüge, nicht nur am Ort sondern in ganz Deutschland. Die neue Bergwiesenkönigin ist 22 Jahre jung und wandert und radelt gerne durch die schöne Gegend rund um ihre Heimat Pfronten. Zur feierlichen Zeremonie am Samstag waren auch zahlreiche andere Produkt-Königinnen aus ganz Deutschland zu Gast und feierten gemeinsam mit Vorgängerin Sinja I.

 

Außerdem gab es beim Fest noch ein buntes Unterhaltungsprogramm mit vielen Brauchtumsvorführungen, einem Bauernmarkt und der Bayerischen Meisterschaft im Wetthoinzen. Dabei wird Heu auf speziellen Holzständern - den Hoinzen - zum Trocknen aufgehängt. Schneller und genauer im Aufhängen des Heus auf den Hoinzen als der Titelverteidiger war niemand: Der Pfrontener Toni Hößle gewann wie im Vorjahr die 5. Bayerische Meisterschaft im Wetthoinzen im Rahmen des Dorf- und Bergwiesenfestes. Zwei Dutzend Teilnehmer und Teilnehmerinnen von 8 bis 78 Jahren, aus Pfronten, Vils und sogar dem Ruhrgebiet und Hessen traten in der „5. Bayerischen Meisterschaft im Wetthoinzen“ gegeneinander an: „Mit dieser Veranstaltung wollen wir an die frühere Berglandwirtschaft erinnern und zugleich den Besuchern des Dorf- und Bergwiesenfest spannende Unterhaltung bieten“ erläuterte der Vorsitzende des Pfrontener Forums und dritter Bürgermeister Alfons Haf die Idee.

 

So wurde den mehr als 100 Zuschauern vor dem Beginn der Wettkämpfe demonstriert, wie in früheren Zeiten die “Hoinzen“ fachgerecht mit Heu behängt wurden. Hoinzen, das sind im Dialekt die hölzernen Trocknungsgestellen, auf denen das Heu gleichmäßig und mit Berücksichtigung der Windrichtung verteilt werden muss. Dabei braucht es viel Geschick, damit die Hoinzen nicht umfallen oder das Heu vom Wind fortgeweht wird. Da früher die Bauern weder Platz zum Lagern noch technische Möglichkeiten zum Trocknen des Heus im eigenen Hof hatten, wurde das Heu eben auf den Hoinzen getrocknet und dann direkt auf den Bergwiesen, in den heute noch für die Landschaft Pfrontens typischen Heustadln gelagert.

 

Hier noch ein paar Eindrücke von den Feierlichkeiten rund um das Dorf- und Bergwiesenfest 2016:

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Kommentar von franz trenkle |

gratuliere der neuen Bergwiesenheukönigin zu ihrem amt!
war mit meinen alpakas auch beim fest.
meine kamele fühlen sich im allgäu zu hause,
sind excellent für landschaftspflege und mit den hengsten können wanderungen gemacht werden.
wir laden die bwk. ein den hof zu besuchen oder eine wanderung zu machen!
franz trenkle, allgäu-alpaka

Antwort von Julian

Hallo Franz Trenkle, 

vielen Dank für den Kommentar und die Einladung an unsere Bergwiesenkönigin. 

Ich leite die Einladung gerne an Kathi II. weiter :)

Herzliche Grüße aus dem Haus des Gastes 

Julian 

 

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