Mehr Schnee für Pfronten

von Julian (Kommentare: 1)

Neue Beschneiungstechnik im Skizentrum Pfronten

Wer in den Allgäuer Alpen wohnt, weiß, wie schön der Winter hier sein - und wie lange er gehen kann. Da können auch im März noch wunderbar verschneite Tage und tolle Abfahrten auf einen warten, so wie hier in Pfronten.  Doch viele Winterfans aus wärmeren und flachen Regionen Deutschlands können nur ein kleines Zeitfenster für ihren Urlaub nutzen. Sie müssen ihr Quartier oft Monate im Voraus buchen. Wenn in dieser Zeit die Hänge braun sind, ist die Enttäuschung groß.


Schneeberge in Pfronten

So viel Schneeberge wünschen sich alle Wintersportorte, klar. Aber in den letzten Jahren gab es einige warme Winter in den Alpen und damit auch zu wenig Weiß auf den Pisten. Deshalb behelfen sich vielerorts die Skiorte mit sogenannten Schneeerzeugern. Auch in Pfronten setzt man seit vielen Jahren auf professionelle Beschneiung zusätzlich zum natürlichen Schnee, der sowieso schon allein wegen der winterlichen Stimmung unersetzlich ist.


Eiskristalle in Pfronten


So schöne Eiskristalle kann natürlich nur die Natur kreieren. Schneeerzeuger produzieren aus Wasser und Druckluft runde Körner, die für das Präparieren der Pisten besonders gut geeignet sind. Für eine gute Beschneiung braucht es erst mal gute Beobachter. In Pfronten ist das der 'Schneemeister' Max Mayr, Betriebsleiter des örtlichen Skizentrums. Er beobachtet die Wettervorhersagen aus mehreren Quellen und kann auf 10 Minuten genau voraussagen, wann der Wind dreht und beschneit werden kann. Wann ein guter Zeitpunkt ist, hängt aber von mehreren Faktoren ab. Neben einer idealen Temperatur von - 8 Grad ist u.a. auch die Luftfeuchtigkeit entscheidend. Gutes Wissen braucht aber auch eine gute Technik.


Skifahren am Skizentrum Steinach - ideal auch für Anfänger und Wiedereinsteiger

4,5 Mio. Euro investierte deshalb die Gemeinde heuer in eine neue Anlage. 20 Schneeerzeuger ergänzen die bisherige Beschneiung vor allem im unteren Bereich des Skizentrums Pfronten. Aber auch der Standardlift kann jetzt bis oben zum Tiroler Stadel beschneit werden. Zusätzlich wurde in ein neues Betriebsgebäude mit einer Druckerhöhungsstation investiert. Alles andere steckt als Leitungstechnik im Boden. Wegen der kalten Temperaturen konnte diese bereits am Freitag getestet werden. "Die neuen Schneeerzeuger sind einfach schlagkräftiger als die alten. Außerdem haben wir jetzt mehr Wasser zur Verfügung", sagt Bernd Trinkner, Geschäftsführer des Skizentrum Pfronten unterhalb des Breitenbergs.


Skifahren am Breitenberg

Sieben Schlepplifte erschließen das Skigebiet, das ideal für Anfänger, Familien und Wiedereinsteiger ist, aber auch für fortgeschrittene Ski- und Snowboardfahrer attraktive Pisten bietet. " Ich sehe in Pfronten weiterhin die Zukunft des Wintersports. Deshalb wollen wir beste Voraussetzungen für's Alpinskifahren schaffen. Wir werden immer kalte Temperaturen haben. Wie viel Niederschlag es geben wird, wissen wir natürlich nicht, aber mit den Schneeerzeugern und Wasser können wir immer Schnee machen", meint Bernd Trinkner.


Flutlichtbetrieb am Skizentrum Pfronten-Steinach

Das hat für Urlauber wie für Einheimische Vorteile. Denn durch die Beschneiung können mehrere Seiten gut vorausplanen: Winterfans ihren Urlaub und Vermieter, Geschäfte, Gastronomie- und Liftbetriebe in Pfronten sichern mit dem Wintertourismus einen wichtigen Teil ihrer Einkünfte. Der hat hier eine Wertschöpfung von 16,5 Mio. Euro. Aber auch die Kinder der Schulen, der Kindergärten und des Skiclubs freuen sich, wenn sie auf die Piste können und nicht zum Training woanders hin fahren müssen.


Blick auf das abendliche Pfronten von der Piste des Skizentrums

Dann nichts wie Spot an und auf die Piste: Am Wochenende 16. und 17. Dezember 2017 von 9 bis 16.30 Uhr ist es so weit: Das Skizentrum öffnet den Familien- und den Minilift und es kann gewedelt, geboardet und gecarvt werden, was der Schnee hält. Weitere Informationen gibt es auf www.skizentrum.pfronten.de

Text: Ingrid Rösner
Fotos: Erwin Reiter 1, 5, 6 ,7, 8; Ingrid Rösner: 2, 3

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Kommentar von Asmir |

ich liebe es. vor allem, wenn es richtig schneit, dann bleibt der ganze schnee und am besten jeden tag frischen powder. aber temperaturen bis -20 °C sind bei uns auch keine seltenheit, wahrscheinlich bin ich es einfach auch gewöhnt.

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