Alpine Farbtupfer – Wie Krokusse und andere Schönheiten in Pfronten für Frühlingsgefühle sorgen

von Ingrid Rösner (Kommentare: 0)

So sah es vor wenigen Wochen noch in den Hochlagen der Allgäuer Alpen aus, wie hier der Blick Richtung Pfrontener Tal mit dem markanten Hausberg, dem Breitenberg und dem Aggenstein. Während die kräftigen Sonnenstrahlen den Schnee wegschmelzen, halten sich im Untergrund  die ersten Frühlingsboten bereit, um bei ausreichender Bodentemperatur rasch auszutreiben.

Bei einer Wanderung im Tal sind durch die ungewöhnlich frühe Wärme dieses Jahr schon viele Schönheiten auf den Wiesen zu sehen, wie zum Beispiel die gelben Himmelsschlüssel, Anemonen und Veilchen.

Im Alpengarten in Pfronten-Steinach, am Fuße des Breitenbergs, legt die Wahl-Pfrontenerin Elke Bansa die Beete frei, um die Pflanzen zum Vorschein zu bringen. „Der Frühling ist für mich die allerschönste Jahreszeit!“, meint sie, „wie hier in den Bergen die Sonne vom blauen Himmel herab scheint, alles wieder grünt und blüht, da geht mir das Herz auf.“

Durch die geschützte Lage des Alpengartens sind viele Pflanzen schon zu bewundern. Er wurde in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts von dem als „Allgäuer Kräuterpapst“ bekannt gewordenen Pius Lotter angelegt. Hier sind viele Arten zu finden, die im Tal und den Höhenlagen rund um Pfronten vorkommen, dort allerdings erst einige Wochen später, wie die dunkle Christrose.

Sehnsüchtig erwarten viele die Krokus-Blüte, zaubern sie doch die kräftigsten Farbtupfer auf die Bergwiesen. An der einen oder anderen Stelle spitzeln sie schon heraus.

Als alpine Pflanze ist das Irisgewächs an eine kürzere Vegetationsperiode angepasst und muss auch mit extremen Temperaturschwankungen fertig werden. Auffällig ist nicht nur deren Farbe, sondern auch der lange Griffel.

Wilde Krokusse kommen nur in den gemäßigten Breiten Europas, Asiens und in Nordafrika vor. Um die 120 Wildarten gibt es, dazu viele Zierarten. Die auf den Almwiesen vorkommende Art ist der Frühlingskrokus.

Krokusse so weit das Auge reicht, das wird es bald im Achtal von Pfronten Richtung Tannheimer Tal geben. Die Zwiebeln mit grünen, langen Blätter sind schon zu erkennen.

Der Alpengarten wird seit Jahren ehrenamtlich von den Blumen- und Gartenfreunde Pfronten gepflegt.

Bleibt es so warm, dann werden bald ganze Teppiche der zarten Blumen zu sehen sein.

Und bis dahin ist Elke Bansa auch mit dem Alpengarten wieder ein Stückchen weiter. Seit sie vor 17 Jahren nach Pfronten gezogen ist, engagiert sie sich ehrenamtlich. Dieses Jahr kümmert sie sich das erste Mal um den besonderen Garten: „Ich habe mich noch nie so zu Hause gefühlt wie hier, da will ich meiner Freude am Hiersein auch einen Ausdruck geben.“

Für den Alpengarten werden noch weitere Helfer gebraucht, damit der Spiegel für die Natur rund um Pfronten rechtzeitig aufblühen kann. Der nächste Pflegetag im Alpengarten findet am kommenden Samstag, den 08.04.2017 ab 09:00 Uhr statt. Hier sind Helfer jeden Alters, Einheimische wie Urlauber, herzlich eingeladen, den Blumenfreunden aktiv unter die Arme zu greifen. Als angenehmer Nebeneffekt können neben der geselligen Arbeit im Freien jede Menge Tipps für den eigenen Garten in Erfahrung gebracht werden.

Vom 02. Mai 2017 bis 10. Oktober 2017 findet jeden Dienstag von 15:00 – 18:00 Uhr die Blumenpflege mit den Blumenfreunden Pfronten im Alpengarten statt. Der Verein freut sich auch hier über jede helfende Hand.


Zurück

Einen Kommentar schreiben

* Pflichtfeld