Die fünf besten Winterwanderwege in Pfronten

von Sarah (Kommentare: 1)

Es ist kein Geheimnis, dass unter Freunden des Bergsports das Allgäu in den Sommermonaten zu den beliebtesten deutschen Urlaubsorten zählt. Was viele von ihnen allerdings tatsächlich noch nicht wissen, auch und gerade in der kältesten Jahreszeit bietet die Region ein ausgedehntes Wandernetz für alle Anspruchsgruppen: von gemütlich bis anspruchsvoll, familienfreundlich bis sportlich, von genussvollen, kurzen Spaziergängen bis zur mehrstündigen Winterwanderung, ist für jeden der die Winterwunderlandschaft des Allgäus zu Fuß erleben möchte, genau das Richtige dabei. So warten allein in Pfronten insgesamt acht gut ausgeschilderte Winterwanderwege in den schneereichen Monaten Dezember bis März darauf entdeckt zu werden. Doch wo findet man hier die abwechslungsreichste Route, die ungewöhnlichste Hütte, das beste Gipfelerlebnis, den schönsten Ausblick? Wir wissen es und haben die schönsten Touren in und um die 13-Dörfer-Gemeinde zusammengestellt:

 

Urlauber, die am liebsten direkt von der Haustür ins Winterwandervergnügen starten, begeben sich auf die Pfrontener Dörferrunde. Diese eröffnet nicht nur eine einmalig schöne Aussicht auf die Pfrontener Hausberge und die über dem Talgrund thronende Pfarrkirche St. Nikolaus sondern liefert auch tiefe Einblicke in die Pfrontener Entstehungsgeschichte. Auf insgesamt 10 Kilometern führt die als mittelschwer eingestufte Wanderung durch acht der insgesamt 13 im frühen Hochmittelalter entstandenen Dörfer, die heute zusammen die Gemeinde Pfronten bilden.  

 

Wer weiter auf den Pfaden der Geschichte wandern möchte, empfehlen wir zudem die kleine Talrunde durch Pfronten. Historisch bedingt und durch die Abwesenheit regulierender Zünfte, leisteten die Pfrontener nicht nur in der Landwirtschaft sondern auch in Kunst und Handwerk echte Pionierarbeit. „Mächler“ nannten sich die Tüftler, die besonders im Bereich der Feinmechanik neue Maßstäbe setzten. Was in kleinen Buden begann, entwickelte sich schnell zu international agierenden Weltkonzernen. Eines dieser Werksgelände kann auf der 7,3 Kilometer langen Route bestaunt werden. Die leichte Tour eignet sich prima für den Einstieg in den Wanderurlaub.

 

Perfekt für Familien, die zudem auch was entdecken wollen, ist die 3,2 Kilometer lange Berger Moosrunde. Anders als die meisten Wanderung führt diese nicht hoch hinaus sondern ganz tief runter – nämlich auf den Grund des „Pfrontener Sees“, der nach dem Ende der letzten Eiszeit aufgrund der große Schneeschmelze vor 14.000 Jahren entstand und heute eine einzigartige Moorlandschaft ist. Besonders spannend für kleine und große Entdecker sind die verschiedenen Lehr- und Spielstationen, die interaktiv Wissen über die heimische Tier- und Wasserwelt vermitteln. Und wer dann doch noch ein kleines Höhenerlebnis sucht, macht einen Abstecher zum modernen Erlebnispfad, der an seinem Ende in einen Aussichtsturm mündet. Ganz oben angekommen, haben Wanderer einen freien Blick auf die Moorlandschaft, die von Einheimischen „Berger Moos“ genannt wird.

 

Und gleich zwei Highlights und ein echtes Wanderschmankerl haben wir uns für den Schluss unserer kleinen Best-of-Liste aufgespart. Der etwas anspruchsvollere Hüttenwanderweg führt zu zwei der beliebtesten Hütten in Pfronten. Zunächst geht es rauf auf die Hündelskopfhütte, wo Wanderer nach dem Aufstieg nicht nur mit einem tollen Panorama vom Alpenvorland bis zu den Ammergauer Alpen belohnt werden sondern sich auch auf einen kulinarischen Hochgenuss in der ersten vegetarischen Hütte des Alpenraums freuen können. Statt Schnitzel, Speck und Wurst kommen hier Käspressknödel, Krautschupfnudeln, Kässpatzen und viele weitere fleischlose Allgäuer Gerichte auf die Teller der Bergsportler. Für alle die im Anschluss an die zünftige Mahlzeit noch weitere Kraftreserven mobilisieren können, geht es im Anschluss weiter bergauf durch Wälder und verschneite Alpweideflächen zur urig gemütlichen Kappeler Alp auf 1350 Metern. Von beiden Hütten ist auch die Abfahrt mit dem Rodel möglich. Dem Wander- und Rodelspaß steht also nichts im Weg!

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Kommentar von Eva und Wolfgang |

Hallo,
herzlichen Dank für die Inspirationen. Wir wohnen jetzt schon 3 Jahre in Roßhaupten. Da wir vegan/vegetarisch leben, waren wir schon oft auf der Hündeleskopfhütte mit der netten Silvia als Hüttenwirtin. Bisher nur von Frühjahr bis Herbst, wollen wir dieses Jahr auch im Winter hinauf. Die Abfahrt mit dem Rodel von dieser Hütte und auch der Kappeler Alp bringt bestimmt einen Riesenspaß.
Wir lieben das Allgäu und das Pfrontener Tal im Besonderen.
Demnächst erwandern wir Ihre erwähnte große Dörferrunde.
Schöne Grüße nach Pfronten
Eva und Wolfgang

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